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Auf den Spuren des Holocaust

die_SoR-GruppeDie Mitglieder der AG „Schule ohne Rassismus“ machte sich in den Osterferien für 4 Tage auf den Weg nach Weimar. Es war die erste Fahrt dieser Art für die Arbeitsgemeinschaft.

Die Planung und Finanzierung im Vorfeld hat viel Arbeit gemacht. „10 Leute? Das klingt viel am Anfang, aber die Gruppe hat sich so gut zusammengefunden, dass es überhaupt kein Problem darstellte“, so Robin Hanschke, Abiturient des Forster Gymnasiums. Nach der Ankunft am Mittwoch blieb ein bisschen Zeit, um auf den Spuren Goethes und Schillers zu wandern und die Stadt der Dichter und Denker zu erkunden. Eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob Weimar in ein paar Jahren als Studienort in Frage kommen kann.

GedenkplatteAm nächsten Tag erwartete unsere Gruppe, aus 15-20jährigen Jugendlichen, ein straffes Programm. Anne Krüger (16) war die Hauptorganisatorin des Projektes. Sie hatte die Uhr immer fest im Blick. „Am Ende haben aber alle gut mitgezogen, ich bin froh, dass alles so super geklappt hat“. Am Morgen trafen wir uns mit einer „SOR-Arbeitsgemeinschaft“ aus Jena. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum KZ-Buchenwald. Schon der einleitende Film verschaffte Gänsehaut, die Bilder verfolgten uns während der Führung durch das Arbeitslager. Der Himmel war bewölkt, die Sonne ließ sich selten blicken, es war windig. Die harten Arbeitsbedingungen für die Häftlinge ließen sich erahnen. Nicht alle Gebäude sind erhalten. Wir besuchten das Krematorium, einige der Folterzellen, passierten das Tor mit der Inschrift „Jedem das Seine“.

KZ-BuchenwaldWir versuchten das Leben im „KZ- Buchenwald“ nachzuvollziehen, wirklich erfassen konnte man es nicht. Das änderte sich im Gespräch mit dem 88jährigen Ottomar Rotmann, politischer Häftling von 1943 – 45. Er erzählte von der Atmosphäre im KZ, seiner Arbeit als Schreiber im Block 17, dem willkürlichen Verhalten der Aufseher aber auch von der Solidarität der Gefangenen und der Befreiung des KZs. Das Abstrakte wurde lebendiger, man bekam eine Gänsehaut und konnte es kaum fassen. Besonders wenn man sich überlegt, dass das alles nur etwas mehr als 60 Jahre her ist! In der Kunstausstellung, mit gesammelten Werken der Gefangenen, sahen wir das Leben im KZ durch die Augen der Häftlinge. Wie haben sie diese Kunstwerke, Bleistiftzeichnungen, Malereien mit so wenig Zeit und Material erschaffen? Anschließend besuchten wir noch eine Ausstellung zum Konzentrationslager Buchenwald. Deportationslisten, Tagebucheinträge, Filme mit Zeitzeugen, geschichtliche Hintergründe – eine weitere Flut an Informationen. Man versucht alles aufzunehmen, und kann es gar nicht mehr verarbeiten. Die Besichtigung des Gestapogefängnisses schafften wir leider nicht mehr. Einstimmig stellen wir fest: „Das wäre auch einfach zu viel geworden“.

Am Freitag begannen wir den Tag mit einer Stadtführung historischer Orte des Nationalsozialismus sowie mit einer Ausstellung. Am Nachmittag fuhren wir nach Jena, um die dortige „SoR-Gruppe“ noch einmal zu treffen. Nach einem kurzen Rundgang durch Jena hatten wir Gelegenheit in einem Workshop ausführlich über das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu sprechen und uns darüber auszutauschen. Wir erhielten Einblick in die Arbeit der anderen Gruppen und nahmen zahlreiche Tipps und Ideen für Projekte mit. In den Sommerferien, das steht schnell fest, will die Gruppe des Ernst-Abbe Gymnasiums nach Forst kommen. Ein voller Erfolg für den Austausch.

Ottomar_RotmannAm Samstag startete die Gruppe die Rückreise mit einem etwas wehmütigen Gefühl wieder zurück nach Forst. Fahrten dieser Art sollten generell für mehr Schüler möglich sein. Wir haben viel mitgenommen aus diesen Tagen – Bilder, Eindrücke, aber vor allem Ottomar Rotmanns ruhige Worte: „Wenn ihr verstanden habt das darf nicht noch einmal passieren, dann habe ich etwas erreicht!“

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